Meine Radiostation LaTriperie ist übrigens immer noch online – unterdessen habe ich mehr als 4000 Titel digitalisiert und hinauf geschaufelt. Zu Beginn habe ich ja vor allem thematische Sendungen gemacht, wie
Tango Mambo Cuba Mexico
Tribute to Evelyn Künnecke
Musique judéo-arabe
Opera
Hawaii Calls
Le Pop
Tribute to Sun Ra
Tribute To New Rose
Tribute To Holland Dozier Holland
German Soft Porn Tracks
Polskiego Radio Orkiestra Teczna
Les splendeurs de l’Orient
Sous l’ombre des pyramides
Morgan Khan’s Dance Decade
Schlager von Polydor 1944 – 1972
Schamlos
Schamloser
Deep Soul
Dancefloor Fillers
Tina Brooks On Blue Note
Herbie Hancock On Blue Note
Stax/Volt in The 50’s
Stax/Volt in The 60’s
Stax/Volt in The 70’s
Camarata And The Kingsway Symphony Orchestra
Welch eindrucksvolle Liste, meine Güte, ich würde mich verzehren vor Sehnsucht nach solcher Musik, hätte ich sie nicht einfach so im wahlfreien Zugriff!
Was vorhin grad so lief:
Die Original Kilima Hawaiians – Es hängt ein Pferdehalfter an der Wand
Die Sweetles – Ich wünsch mir zum Geburtstag einen Beatle
Die Tahiti Tamourés – Tahiti Mafatu
Die Pramauer Buam – ‘S Hoamatgläut
und Dillinger & Clark, Die Zimmermänner, Dillinger, Dik Dik etc.
Halt alles mit Buchstaben ‘D’ am Anfang – im Moment hudle ich nämlich die ganzen 68 Seiten, die die Songliste im Moment umfasst, von Anfang bis Schluss der Reihe nach durch. Das werde ich wohl noch einen Moment lang so halten, mir gefällt halt die ständige Überraschung am allerbesten. Wenn auf Schlager ein Ländler, ein Hardrock oder eine Opernarie folgen kann, dann erst ists mir so richtig wohl.
Hier gehts zum Sender: http://www.laut.fm/latriperie
Je viens de trouver dans mon bazar une jolie K7, sans aucune indiquation de son contenu. Passons-nous des phrases garnis de fleurs genre ‘le charme de l’oublié’ etc., droit au but:
On y trouve une émission qui a passé sur une radio locale à Genève en 88, du nom Radio Zones, je crois. Et je crois entendre l’ami Jean-Mi au micro, animateur au centre de loisir du Grand-Saconnex à l’époque, où toute la scène genevoise passait en concert. La toux gauloisienne, qu’il fait entendre couramment pendant l’interview me fait le croire…
Bref, c’est une belle émission, sauf que je parle trop, comme toujours. Heureusement le tout est accompagné d’une musique ambiente, et evidemment il y a des extraits de cassettes du label. Mais on gagne aussi une bonne impression sur le fonctionnement du label. En ce qui concerne son catalogue complet, je suis actuellement en train de le saisir dans Discogs.
Stupid Stupid was the name of the radio show I did for several years on the local station, two hours weekly. Here is a complete show from 1984 or ‘85, I believe.
Artists include:
News vom Buzz; Bande Berne Crematoire; Mario Scherrer (Nordland); Steven Tetzloff; Lt. Murnau; Michael Angele; Morlocks; Heinz Schweisz; Macromissa Macromassa; Victor Nubla; Vito Ricci; Blue Orchids.
Diese Woche habe ich eine grosse Schachtel mit Dutzenden von Logbändern und -Kassetten von Radiosendungen gefunden, die ich ab 1984 bei den verschiedensten Lokalradio platzieren konnte. Man darf nie vergessen: Da entstanden auf einen Schlag wohl zwei Dutzend lokaler Radiostationen, meist von Journalisten und sonstigen Leuten des Wortes gegründet. Von Musik hatten diese wenig Ahnung – ein weit offene Lücke für Musikfreaks jeglicher Couleur. Und das Abend- und Nachtprogramm wurde so zu deren Spielwiese. Was es da nicht alles für Sendungen gab!
Unglaublich, dass meine Tapes zeitweise in Biel, Bern, St. Gallen und Zürich ihren festen Platz im Programm hatten!
Aus dieser Schachtel habe ich eine Sendung vom Sommer 1984 herauspräpariert, weil diese einen Schwerpunkt auf die Veröffentlichungen von Servil legt. Servil: Das Label von Fit+Limo, woraus später die Shiny Gnomes hervorgingen, eine Band, über die hier auf jeden Fall noch intensiv berichtet werden muss. Vorher aber müsste noch über Pure Lüge berichtet werden. Auch das muss ich mir für später aufheben. Hier bloss der Hinweis auf eine Webseite, wo mehr über diese Bands nachgelesen werden kann.
Da ich zu jener Zeit immer chronisch knapp war, habe ich die Sendungen auf die billigsten Tapes überhaupt aufgenommen, C-120er Nonames, die es für ca. 2.50 gab. Heisst: Die Qualität ist manchmal unterirdisch, bei dieser Sendung vor allem gegen den Schluss…
Kann man unkommerzielle Kassettenproduktionen noch kommerziell unterbieten? Die Serie ‘Die Pleite’ hat das jedenfalls versucht. Ich glaube, den Serientitel habe ich von einer Zeitschrift des Malik-Verlags aus den 20er Jahren übernommen; wenn ich nun google, muss ich feststellen: Auch den Schriftzug… so war sie halt, die Postmoderne.
Die Pleite wurde, soviel ich mich entsinne, gratis gegen Einsendung einer Leerkassette oder für fünf Franken inkl. Porto abgegeben. Entsprechend war auch der Inhalt: Sachen, die man halt nicht verkaufen konnte, die aber trotzdem wichtig waren, etwa eine Radiosendung zur Pensionskasseninitiative (habe ich noch irgendwo, ist staubtrocken, 90 Minuten diskutieren zwei Linke miteinander…)
Hier nun die Pleite 005 – eine Radiosendung zum Thema ‘neue CH-Kassetten’, lief damals auf Lora, hiess ‘Stupid Stupid’, ich schäme mich ein wenig meiner ausufernden Moderation und meines miesen Interviewstils, aber ich gebe zu, ich war damals interviewmässig schon eher die Michelle-Hunziker der Indie-Szene – miese Fragen, keine Idee, keine Linie, einfach Worte brabbeln, in der Hoffnung, der andere könne was anfangen damit. Glücklicherweise war mein Gegenüber ein Mann des Wortes, der heutige Erfolgsautor Wolfgang Bortlik a.k.a. Bölke.
Irgendwie wohl eines der verrücktesten Punkprojekte überhaupt. Mir sind die wieder eingefallen, als ich hier ein Tape fand mit einer alten Maximum Rocknroll Radioshow, mag etwa aus 85 stammen, habe es wahrscheinlich gleichzeitig mit den Heften erhalten, die die letzten 20 Jahre in meinen staubigen Fanzine-Stapeln ruhten. Die Hefte sind eigentlich auch nur tagesaktuell brauchbar, aber heute total lustig anzuschauen. Dick, eng bedruckt, graues Papier, Verkaufspreis (damals) 1 USDollar, heute liegt dieser bei 3 $ – und als Informationsquelle wahrscheinlich so unverzichtbar wie eh und je.
Zudem läuft ihre Radioshow noch immer, und sie klingt noch genau so wie vor über 20 Jahren, sogar der Anfangsspruch mit “Tim and the gang” ist noch der selbe hahaha. Na ja, MRR war immer schon eher trocken, mit einem Anflug von Zentralkomitee-Ästhetik rundum.
Krakatit – wie wird es hergestellt? So hiess meine Radiosendung, die ich in deren Startphase in Schweizer Lokalradios platzieren konnte. Unter anderem Namen lief sie auch zeitweise in Bern, St. Gallen, Zürich, unter Namen wie ‘Labor’, ‘Stupid Stupid’, ‘Blow Job’ bzw. ‘Piepston’. Letztere bei Lora Der Name wurde mir dann untersagt, deshalb Piepston…
In der Sendung wurde praktisch ausschliesslich Independent-Material gespielt, vieles natürlich von Kassette. Gestern ist mir ein Stapel 90er Kassetten mit einer Sendung von 1990 in die Hände gefallen, die ich damals als Promo an die Labels und Musiker verschickte, die mich bemustert hatten. Das Highlight sind sicher einige Tapes von Daniel Johnston, die vorgestellt werden.
Ich lasse die Sendung hier für kurze Zeit online, muss sie dann aber irgendwann löschen – der Platz auf dem Server ist kostbar, und ich habe noch tonnenweise Material
Heute wäre eine solche Sendung natürlich unmöglich – die Lokalradios haben ihre Experimentalphase schon lange hinter sich und senden nur noch Schrott, soweit ich das überblicken kann.
Keine langen Sprüche hier jetzt. Mir fehlt leider die Zeit, mich um La Triperie zu kümmern, das liegt auch daran, dass mein Mitteilungsbedürfnis nach dem Minarett-Schock wie weg ist. Deshalb findet man in Zukunft Alter Ego Hotcha auf dem Calypso-Now-Blog und im Diskographie-Projekt Discogs.com. Ich danke all jenen ganz herzlich, die sich mit mir vernetzt ha […]