Hotcha's Calypso Now Label

July 1, 2010

Don Campau, again

Filed under: Labels,Zines — Tags: , , — Hotcha @ 7:17 pm

The other day, I was just listening to Don Campau’s Meteors And Pickles, the first tape I ever got from him, back in ’87 it was, I think. A really great tape. Well, this here is just to announce another new release of his Living Archive Of Underground Music.

This time he’s featuring Cologne legend Harald “Sack” Ziegler. Did I ever mention how surprisingly normal all these people look? These wild ‘we-take-no-prisoners-we-will-flood-the-planet-with-our-unrequested-creativity’-people like Sack or Zan Hoffman?

Anyway, don’t forget to follow Don Campau’s ongoing going through the history of the underground, he’s publishing his online mag every month, and he’s doing his monthly radio show available as podcast in the US and in Europe. He has also a huge back catalogue of CDs where you can get the aforementioned Meteors And Pickles (well, nothing beats the original analog cassette, but that one will be very hard to find, I presume!).

Did I already tell you that I’m planning to release new productions in the cassette-only format? Well, I do – stay tuned! And look at the old ones – I’ve added almost all to Discogs up to now.

June 24, 2010

Angeldust: Hier der Reprint

Filed under: deutsche Postings,Zines — Tags: , , — Hotcha @ 10:12 pm

Im Juni 1985 erschien in Biel das ambitionierte Popmagazin Angeldust zum ersten Mal. Drei Nummern sollten es insgesamt werden, dann war schon wieder Schluss. Wenn man sich das Magazin heute ansieht, wundert es nicht, dass die drei hauptsaechlichen Autoren, die beiden Redaktoren Michael Angele und Martin Schori sowie Rudi Tuescher (Chef vom Dienst, ich selber) nach drei Monaten genug hatten – da haben sich drei beidseitig brennende Kerzen in kuerzester Zeit gegenseitig geschmolzen, so kann man das natuerlich nicht machen. Dafuer aber haben die Nachgeborenen nun ein echtes Oeuvre zu bestaunen – hier also die erste Nummer, Angeldust 6/85 [pdf]
.

Schon in der ersten Nummer kommt die Frechheit der Macher zum Vorschein. Da werden etwa Inserenten aufgelistet und gleich wieder provokativ gestrichen, offenbar hatten diese sich geweigert, auch ein Inserat zu schalten. Oder ein in letzter Sekunde eingereichter Konzertbericht von Busenfreund Kleo Halbeisen, von Hand auf einen Fresszettel geschmiert, mit dem gross hingeschriebenen Zusatz “Betreffend David Thomas” versehen, wird als winziges Faksimile abgedruckt, nur mit der Lupe ist es halbwegs lesbar! Derselbe Kleo wird ob seiner Reportage aus Winterthur gleich im Einleitungstext der Redaktion liebevoll des sozialen Realismus unter Anwendung des modernen Kurzsatzes geziehen, ja recht eigentlich durch den Kakao gezogen. Keine Ahnung, was gegen Saetze wie die folgenden einzuwenden ist. Ihr etwa?

“Lampenfieber, ja und nein. Eine Spannung, wie wird es werden? Hoffentlich gut. Die Subterraneans gehen an die Instrumente. Froehlicher, harter Beat, keine Eigenkompositionen. Lust zum Tanzen, aber keiner und auch keine wagt den ersten Schritt. Exhibitionisten gesucht. Die Stimmung freundlich, distanziert, nicht ueberbordend. Die Gaeste kennen sich. Die Bands sind ein willkommenes Uebel. Alle sind mit sich selber beschaeftigt. Ihre Zugabe.

Scheisse jetzt sind wir dran. Umbauen, die letzte Zigarrette.”

Also, ihr? Ahnung??

PS: “Garagenrock in Bruegg und Port” ist im Fall autobiographisch und durch meine Person verbuergt.

Angeldust’s frechste Nummer: Klatsch Tratsch Boulevard

Filed under: deutsche Postings,Zines — Tags: , , , — Hotcha @ 10:12 pm

Dies ist nun die zweite Nummer von Angeldust (Angeldust 7/1985) [pdf].

Wer mit einem Titel “Hungry For What: Die Menschenhasser” aufmacht, schielt in der kleinen Schweizer Szene natuerlich eindeutig auf die Auflage; immerhin war die Band nicht nur eine der Besten zu der Zeit, sie wurde in Zuerich und Bern auch als arrogant angesehen – dabei ist Arroganz nur der gesunde Bieler Reflex, der die Stadt dann auch nachhaltig in der juengeren Rockgeschichte verankert hat. Aber das ist eine laengere Geschichte, dazu muesst ihr schon regelmaessig diesen Blog hier lesen, um der Sache definitiv auf die Spur zu kommen!

Auch Rudi Dietrich kriegt in dieser Nummer sein Fett ab, sehe ich grad, hatte ich ganz vergessen. Doch auch Rudi hat, wie Buzz von HFW, die Sache damals sportlich genommen. Und uns seine Sympathie nie entzogen. Schoen!

In dieser Nummer beginnt auch die zweiteilige Serie ueber Walti Anselmo, die Gitarrenlegende der Beat- und ProgRock-aera, Oral History nennt man das in den Universitaeten, habe ich mir sagen lassen.

Angeldust’s Abgesang: New Wave Revival 15 Jahre zu frueh angekuendigt

Filed under: deutsche Postings,Zines — Tags: , , — Hotcha @ 10:12 pm

Dies hier ist die letzte Nummer des Bieler Musik Magazins Mit Nationaler Ausstrahlung, Angeldust 8 (1985) [pdf] .

Lustigerweise hatte hier Chefredakteur Michael Angele das New Wave Revival bereits 15 Jahre zu frueh vorher gesagt – um 2000 ist es dann Wirklichkeit geworden, sagt zumindest jemand in der Wikipedia. Weiters werden in dieser Nummer wieder die Steckenpferde der Macher zu Schanden geritten: Prefab Sprout, Deep Freeze Mice, Frauen in der Popmusik, Popmusik und Wissenschaft. Auch Handfestes findet sich natuerlich wieder, z.B. der zweite Teil des heute noch grundlegenden Walti-Anselmo-Interviews oder News aus Schaffhausen von Lokalmatador Stephan E. Ramming. Die ganz grosse Form findet Angeldust aber ohne Zweifel im grossen Erlebnisbericht Angeles ueber die Ostschweizer Szene, die er in nur zwei Tagen bis zur Erschoepfung und bis in den hintersten Winkel (Rebstein) ausrecherchiert hatte.

Danach wurde das Magazin aus menschlichen Gruenden eingestellt – die Abonnenten noch mit einer Ausgabe auf Kassette ruhig gestellt.

December 16, 2009

Calypso Now Fanzine 1/85

Filed under: Catalogue,Free MP3 Download,Zines — Tags: , , , — Hotcha @ 1:30 pm

Das muss mein durchgedrehtester Moment gewesen sein, als ich in der Kueche mit einem Matritzendrucker ein 37-seitiges Fanzine in einer Auflage von mehreren hundert Stueck gedruckt, zusammengetragen, geheftet und versandt habe – gratis, weil es gleichzeitig der Vertriebs- und Labelkatalog war. Hier ist es als PDF oder als HTML, wer sich durch die verblassten Texte kaempfen mag. Meinerseits denke ich: Das solltet ihr aber jetzt tun. Schon nur des Martin-Newell-Interviews wegen.

Martin Newell war damals grad in seiner ersten Beruehmtheitsphase, ich vertrieb seine Tapes hier in der Schweiz (kein Schwein interessierte sich natuerlich dafuer, ein paar Beat- und Psychedelic-Fans ausgenommen). Diese Geschichte werde ich dann spaeter mal erzaehlen. Lest das Interview.

Weiter im Katalog: Eine ganz ungemein wichtige Debatte hahaha mit Veit F. Stauffer vom RecRec-Laden in Zuerich ueber mein Schlachtross “Vinyl ist Scheisse, Tapes sind cool” – was ihn offenbar ziemlich auf die Palme getrieben hatte, verstaendlich, lebte er doch vom Vinyl-Verkauf der angesagtesten Independent-Kuenstler, und wenn nun einer kommt und sagt, das sei eigentlich politisch quasi schaedlich, dann trifft das.

Eine Grafik von Joe Merenda, direkt auf Matritze gekratzt, ein Beitrag von Martin Schori ueber Tapes, von dem auch das Titelblatt stammt, ein Katalog mit den Beschreibungen von Dutzenden von Indie-Kassetten – ein tolles Heft, hat den Aufwand gelohnt.

uebrigens war auch eine Kassette mit unveroeffentlichtem Material von Martin Newell dabei.


Einfach den Abspielknopf druecken

To download right-click

  • Tapes 1 / 85 Kassette
  • December 12, 2009

    Walti Anselmo Rocklegende

    Filed under: Bands,Zines — Tags: — Hotcha @ 2:00 pm

    Habe diese Woche per Zufall in einem Ordner meine Angeldust wieder gefunden – ich war ueberzeugt, kein Exemplar dieses legendaeren Fanzines von 1985 mehr zu besitzen. Nachdem ich andernorts bereits meinen damaligen Artikel ueber Garagenrock in Bruegg und Port veroeffentlicht habe, nun hier noch der Nachschlag. Da geht’s um die grosse weite Welt, allerdings.

    Walti Anselmo war in den 60er Jahren der wohl bekannteste Beat-Gitarrist der Schweiz und gruendete dann in der hohen Zeit des ‘progressiven’ Krautrock zusammen mit Duede Duerst von den Sauterelles und Hardy Hepp Krokodil, eine sagenumwobene Truppe, deren LPs, allesamt in Deutschland erschienen, heute wohl zu Hoechstpreisen unter Sammlern gehandelt werden. Ich weiss nicht mal, ob die Sachen noch erhaeltlich sind – Google habt ihr ja selbst, nicht wahr.

    Als Stift war ich grosser Fan von Krokodil und habe damals versucht, sie so oft wie moeglich zu sehen – mit dem Toeffli 60 km in kalter Nacht gefahren und so -, und fast 20 Jahre spaeter habe ich mein seinerzeitiges Idol Walti Anselmo aufgespuert und mit ihm ein langes Interview gefuehrt. Daraus wurde dann ein zweiteiliger Artikel in Angeldust, der seine ganze musikalische Biographie bis zur Aufloesung von Krokodil erzaehlt. Sehr gelungen, bin heute noch stolz darauf!

    Was nach 1985 geschah: Anselmo tauchte zwischendurch in der Aarauer Szene um die Bermuda Idiots und Gogo auf, man konnte ihn sogar mal in Biel konzertant erleben, an der Orgel der nicht minder legendaere Jelly Pastorini von der 60er Beatcombo The Sevens. Aber mir schien, es war ihm nicht allzu wohl dabei – jedenfalls war dem Projekt kein langes oeffentliches Leben beschieden.

    Mojo Weideli, der schoene Mojo, der bei Krokodil mit Mundharmonika und Querfloete stark zum unverwechselbaren Sound beitrug, war bis vor ein paar Jahren Barmann in der Aktionshalle der Roten Fabrik, allerdings nur noch ein Schatten seiner selbst. Er ist 2005 gestorben. Bilder von Krokodil, uebrigens, gibt’s hier, auf der offiziellen Homepage. Dort finden sich auch weitere Infos.


    Anselmo Teil 1


    Anselmo Teil 2

    December 6, 2009

    MAXIMUM ROCKNROLL!!!

    Filed under: deutsche Postings,Free MP3 Download,Radioshow,Zines — Tags: — Hotcha @ 3:00 pm

    Irgendwie wohl eines der verruecktesten Punkprojekte ueberhaupt. Mir sind die wieder eingefallen, als ich hier ein Tape fand mit einer alten Maximum Rocknroll Radioshow, mag etwa aus 85 stammen, habe es wahrscheinlich gleichzeitig mit den Heften erhalten, die die letzten 20 Jahre in meinen staubigen Fanzine-Stapeln ruhten. Die Hefte sind eigentlich auch nur tagesaktuell brauchbar, aber heute total lustig anzuschauen. Dick, eng bedruckt, graues Papier, Verkaufspreis (damals) 1 USDollar, heute liegt dieser bei 3 $ – und als Informationsquelle wahrscheinlich so unverzichtbar wie eh und je.

    Zudem laeuft ihre Radioshow noch immer, und sie klingt noch genau so wie vor ueber 20 Jahren, sogar der Anfangsspruch mit “Tim and the gang” ist noch der selbe hahaha. Na ja, MRR war immer schon eher trocken, mit einem Anflug von Zentralkomitee-aesthetik rundum.

    The Maximum Rocknroll Radioshow, ~1985


    Einfach den Abspielknopf druecken

    To download right-click

    Hier gibt’s noch ein paar eingescannte Seiten fuer den Gluscht (alles 1985)

    Wordpress Classic Theme, gespielt à la Bruder Bernhard's Nackthalshuhn
    Abzeichnen vom Bildschirm bei Angabe der Quelle (url) ausdrücklich erlaubt!!!